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Samstag, 18. August 2012

M´Era Luna 2012

Leider, leider ist es schon wieder vorbei!!!
Das Line up war nicht mal das interessanteste. Wir haben dort viele, liebe Freunde getroffen und da die schon fast wie unsere Familie sind, haben wir die gemeinsamen Tage sehr, sehr genossen.
Außerdem haben wir unser neues Steampunk-Outfit zum esten mal ausgeführt. DAS war vielleicht eine Schau! Da das M ´Era nicht ganz so ein Schaulaufen ist wie das WGT, waren wir vielumschwärmt und wurden ständig fotografiert. Aber damit haben wir fast gerechnet, weil wir so ziemlich die einzigen originellen Steampunks waren. Ich meine damit: Steampunks gab es schon einige, die waren zwar nicht schlecht gekleidet (und sicher auch alle schlanker als wir), aber WIR hatten die selbst gemachten Gimmiks, die Hingucker, die tollen Ideen. Und darin waren wir eindeutig die besten.



Freitag, 27. Juli 2012

Neues Steampunk-Projekt: die Gedankenpistole

Ach herrjeh, ist das schon wieder lange her...
Vielbeschäftigt wie wir waren, hatte ich keine Zeit, hier etwas zu schreiben. Eine neue Schule habe ich nach langem, nervenaufreibendem Hickhack endlich, unsere Wohnung ist so gut wie fertig eingerichtet und dann ist da noch das allgegenwärtige Steampun-Projekt. Kleidung, Ausstattung und Bewaffnung für interdimensionale und intertemporale Reisen anfertigen, eine Website zu unseren Alter Egos einrichten (Link folgt, sobald die Seite vorzeigbar genug ist) und schließlich ein erstes Steampunktreffen in Freiburg organisieren...
Aber zunächst einmal reisen wir "nur" auf´s M´Era Luna Festival, Anfang September kommt dann das Steampunktreffen in Freiburg und Ende September geht es nach Luxemburg auf eine Steampunk-Convention. Und dafür sollte das Equipement zumindest vorzeigbar sein. Auch wenn unsere Konstruktionen nicht ganz ernst zu nehmen sind, so sollen sie doch ansehnlich sein und bedürfen - zumindest aus meiner Sicht - sinnvoll scheinender Erklärungen...

So. Jetzt zum eigentlichen Anlass meines Posts, der Gedankenpistole.
Viel Vergnügen nun bei den Ausführungen von Tutursula von Ungefähr, Professorin für extravagante Sprachen und angewandte Magie an der Zarduna Universität in Tarodunum, zu ihrer Reisewaffe

Um auf meinen Reisen durch Zeiten und Dimensionen gewappnet zu sein, suchte ich lange nach einer Waffe, die effektiv, aber nicht tödlich sein sollte. Durch den Fund des sagenhaften Lucretiums war ich endlich in der Lage, eine solche zu schaffen.
An dieser Stelle möchte ich Sie am Entstehungsprozess teilhaben lassen.
Et voilá. Meine kleine Gedankenpistole.
 
Der Rohling besteht aus einem dicken Buchenholzbrett. Mit der Bandsäge grob ausgesägt, mit der Bandschleifmaschine eindimensinal bearbeitet.
 
Der Griff wurde in eine für die Hand angenehme Form geschliffen, lasiert und lackiert. Die Aussparungen auf der Oberseite dienen der Aufnahme des Endrohres.
 
Die Seitenrohre, die der Stabilisierung der Flugbahn dienen, provisorisch montiert.
 
Der Gedankentrichter.

Nun kann ich auch die Funktionsweise erklären:
Der Trichter nimmt meine Gedanken auf, bündelt sie und mit dem Abzugshahn auf der Unsterseite wird der Gedankenbefehl durch das Endrohr abgeschossen.
Angenommen, mein Gedanke lautet: "Ich wünsche diesem vermaledeiten Subjekt die Krätze"... dann bündelt mein Trichter diesen - zugegebenermaßen etwas unappetitlichen - Gedanken und schwupps...
Ich muss nicht weiter ins Detail gehen?
 
Der Trichter ist mit einem metallartigen Stoff ausgekleidet, dem Lucretium. Seine von feinen Adern durchzogene Oberfäche ermöglicht es, feinste Schwingungen und Vibrationen (beispielsweise meine Gedanken-Energie) aufzunehmen und weiter zu leiten.
 
Die kleine Zielvorrichtung für Schüsse in die Ferne.

Kleiner Konstruktionsmangel: durch die nur geringe Gedanken-Aufnahme-Fläche und die höhere Reichweite des Schusses wird die  Übertragung des Gedankenbefehls doch sehr ungenau. So wurde offenbar aus einem klar gedachten: "Quälen solln dich dicke Pickel!" der völlig abstruse Befehl "Zählen sollst du schicke Zwickel!" Zumindest ließ das Verhalten des Zielobjektes darauf schließen. Der Gute rannte völlig konfus durch die Gegend, hob jedem Herrn, dessen er habhaft wurde, die Rockschöße und machte Striche auf einen kleinen Block. Selbst die empörtesten Reaktionen konnten ihn nicht davon abhalten. Er wurde schließlich in eine Nervenheilanstalt eingewiesen, wo er immer noch Zwickel zählen will. Der Arme. Er tut mir fast leid.
Nun ja. Ich arbeite daran.
Auch ist, wie ich leider feststellen musste, die Waffe, wenn auch klein, so doch insofern unhandlich, dass ich sie in akuten Gefahrensituationen nur etwas umständlich aus dem Holster ziehen kann. Ich trachte daher danach mich möglichst nicht in Situationen zu begeben, in denen es einer Waffe bedarf.
Demnächst werde ich eine weitere Maschine vorstellen, bei dem das sagenhafte Lucretium zum Einsatz kam und auch meine neueste Waffe, den "Desaggressionator" werde ich vorstellen. Ein wunderbares Pistölchen, dessen Funktionsweise Ihnen gefallen könnte.
Für diesmal empfehle ich mich.
Hochachtungsvoll
Tutursula von Ungefähr

Montag, 23. Januar 2012

Spats

Here I am, back again....
Weihnachten ist überstanden, ins neue Jahr sind wir auch unfallfrei gerutscht, meine orthopädischen Maßnahmen scheinen mir langsam zu schmerzarmem Gehen zu verhelfen UND - TaTaaaaaa! Die Noten für das erste Halbjahr sind gemacht.
Puh! DAS ist immer das Schlimmste. Also keine Ausreden mehr in petto. Nix. Jetzt wird gewerkelt.

Außerdem steht ein spannendes Event an: Dracula-Dinner im April.
Zusammen mit Schatz, Tochter und Tochter-Schatz gehe ich da hin.
"Um entsprechendes Outfit wird gebeten". - Jo. Dann mal los.
Zunächst einmal werde ich mich ein bisschen "warm-nähen", nachdem ich gefühlte Jahrzehnte nix aufwändiges mehr gezaubert habe. Und nutze damit die Zeit, in der ich wild entschlossen abnehmen will, damit ich überhaupt in irgend eine Abendrobe passe, ohne den ganzen Türrahmen des Saales zu verstopfen *grmpf*

Also fange ich mit SPATS an. Auf Althochdeutsch: Gamaschen.
Wozu das? Ganz einfach: damit kann man die popeligsten Aldi-Stifeletten schwuppdiwupp viktorianisch aufpeppen. Ein bisschen Stoff, ein paar nette Knöpfe, Schnürung... Spitzchen, Rüschen..., was immer der Träger der kleinen Teile wünscht und schon ist das Untenrum stil-nah. Totaaaal schick.
Und ich kann das Zuschneiden, Stecken, Nähen, Verstürzen, Absteppen usw. nochmal üben, bevor es ernsthaft an die Tournure für mein Töchterchen geht.
 Hier nun erst mal die Schuhe, die übergamascht werden sollen:
 Das edle Schuhwerk des Herrn
 Ich geb´s zu - ich hab bei Zalando bestellt. Ich liebe diese Hexenstiefelchen.
Die Aldi-Stifeletten, die meine Tochter wohl tragen wird.

Schritt 1: einen Schnitt erstellen.
 Haushaltspapier, Frischhaltefolie und Klebeband. Klappt perfekt.
Dazu habe ich die entsprechenden Schuhe angezogen (oder vom Schatz anziehen lassen), großzügig Haushaltspapier um Fuß und Schuh gewickelt und mit Frischhaltefolie eingepackt. Mit Malerklebeband habe ich das Ganze dann möglichst faltenfrei überklebt. Dazu eher mit kürzeren Stücken kreuz und quer kleben. Zum Schluss habe ich das Paket hinten in der Mitte gerade aufgeschnitten. Leider habe ich keine Fotos gemacht, aber die Prozedur ist ganz einfach. Nur das Model muss stillhalten.

Schritt 2: Probespats nähen, anprobieren und anpassen
Nichts einfacher als das. Weiß jeder: zuschneiden mit üppig Nahtzugabe, vordere Mittelnaht schließen, anprobieren und entsprechend abstecken.
 Okay, der Stoff ist jetzt nicht der Clou. Aber dieser Rest Markisenstoff war schön fest und deshalb perfekt geeignet.

Schritt 3: endgültigen Schnitt kreieren
Hier hat man ja noch einiges zu tun. Wie und wo sollen die Gamaschen mit was geschlossen werden? Geschnürt, geknöpft, reißverschlossen oder druckgeknöpft...? Sollen sie vorne hoch oder eher hinten hoch geschnitten sein? Eher eng, eher leger?
Ich habe mich für die mittel-legere Variante entschieden, die dann auch garantiert auf unterschiedlichen Schuhen passt. Nichts schlimmer als enge Gamaschen, die zwischen den Knöpfen Falten werfen. Neenee.
Das sind meine Schnittvarianten:


So weit bin ich jetzt mal, zumindest für die Damen-Gamaschen. Die Spats für meinen Schatz sind als Rohvariante auch schon fertig, aber es steht noch die Entscheidung aus wie lang, wie hoch, wo geschlossen... Ich hoffe, das kriegen wir heute Abend soweit hin.
Anderfalls werde ich eine Socke mit Füllwatte stopfen, in den Schuh stecken und schon mal ohne ihn loslegen. :-)

Schritt 4 - Schritt xy. werden dann sein: Stoffauswahl, Zuschnitt, evtl. Vliseline einbügeln, nähen, Verstürzen, Knopflöcher, Garnierungen o.ä., das ganze Gedöns halt.

Im Moment macht es total viel Spaß, auch wenn mein Wohnzimmer gerade etwas böhmisch aussieht.
Ich melde mich wieder, wenn ich ein Stück weiter bin.


Dienstag, 21. Juni 2011

WGT - doch ein paar eigene Fotos

Wie schon gesagt - das WGT war toll. Da es unser erstes WGT war (ja, ich geb´s zu, wir sind bisher eher auf´s M´Era Luna), hatten wir zunächst keine Ahnung, wie das dort abläuft. Also haben wir uns einfach ein bisschen treiben lassen. Bei über 250 Einzelveranstaltungen kann man sowieso nicht alles sehen. Und nach dem Motto: Was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß! haben wir uns auch garnicht so sehr damit beschäftigt, was wir jetzt gerade verpassen könnten, wenn wir im Felsenkeller, der Agra, im Heidnischen Dorf sind... Mitgenommen haben wir trotzdem viel, mehr hätten wir garnicht bewältigt. Und wir waren jeden Tag mindestens 10 Stunden unterwegs. Vermutlich etwas atypisch, denn ich vermute, der Hardcore-WGT´ler beginnt seinen Tag frühestens gegen Mittag mit dem allmählichen Erwachen. Wie gesagt, ist nur eine Vermutung. Wir hingegen waren da längst geschniegelt und gebügelt auf Sightseeingtour unterwegs. Oder zum Geocachen. Also sind wir auch abends etwas zeitiger heim. Okay, Deine Lakaien war schon verlockend, aber um 23.30 Uhr??? Da macht unsereiner nach einem 14 Stunden-Tag vielleicht doch lieber bubu. Man ist ja nicht mehr ganz so jung.
Wie dem auch sei. Ich hab´s ausgerechnet (ganz pragmatisch, ich hab schließlich eine gefühlte Ewigkeit im Schwäbischen gewohnt, da lernt man sowas) - das WGT hat sich gelohnt. Und wenn man dann sagen kann: Camouflage für 7,70 € - na, das ist doch was!
Und jetzt ein paar Fotos. Nicht die üblichen. Die findet man im Netz ja überall.
Old school. Die Krawattennadel ist... wie alt? 30 Jahre?
DAS nenne ich Treue.
Frau weiß ja nie, welche Handtasche gerade passt.
Mann schon.
DIE DA.
Schuhe anprobieren. NICHT die Flipflops!!!
(Wo ist die Taste für das Zeichen gegen den bösen Blick?
Flipflops und Ballerinas gehören
VER-VER-VER-BOTEN!!!)
Geocaching an dem Ding, an dem die vielen Schuhe hängen. Warum auch immer. Hat mir aber keiner gefallen. Hängen also alle noch.
Schon wieder Schuhe.
Am Staube sollt ihr erkennen, wie weit sie gelaufen sind.
Eindeutig: weit!
 Leipziger Geschäfte ganz auf die schwarze Pfingst-Kundschaft eingestellt.
Clever, gell?

Doku-Fotu muss sein.
Auch mal im japanischen Stil (Papa vor dem Völkerschlachtdenkmal, Mama vor dem Völkerschlachtdenkmal, Onkel Otto vor dem Völkerschlachtdenkmal und jetzt noch schnell Tante Erna und die Zwillinge... jetzt haltet doch mal still!)


Montag, 20. Juni 2011

Dr. Mark Benecke über 20 Jahre WGT

Wir waren DA!!! Erste Reihe, superklasse Vortrag! Es ging im Vortrag tatsächlich um "Leichen und Bakterien". Klingt vielleicht strange, aber es war spannend, informativ, unterhaltsam und - spaßig. Wirklich. Für uns ein echtes WGT-Highlight.
Am Ende hat der Doktor noch diesen Text vorgelesen. Sehr treffend, wir haben uns weggeschmissen.

Freitag, 17. Juni 2011

WGT Leipzig

Wir sind zurück vom WGT - dem Wave Gothik Treffen in Leipzig. Vom Freitag bis zum Pfingstmontag haben wir ein superschönes Festival unter 20000 schwarzen Gestalten verbracht.
Neben Musik satt, Shoppen gehen, Leute schauen, Wikingerblut trinken, Geocaching, Kultur und Sightseeing in Leipzig... auch noch einen tollen Vortrag von Dr. Mark Benecke gesehen. Das war ein richtiges Highlight.
Fotos folgen vielleicht... oder ihr googelt einfach mal, wenn ihr die wirklich schrillen Gestalten aus der Szene sehen wollt. Z.B. hier. Wobei - so manches, was einem da begegnet, hat nicht mehr wirklich was mit Gothic zu tun.
Aber was solls?
Unsere Fotos sind eher privat, wir sind nicht so die Ultra-Show-Grufties. Also eher sowas wie: Schatz vor dem Völkerschlachtdenkmal... Aber zugegeben, ein bisschen Brimborium muss schon sein. Allerdings weigere ich mich strikt, irgendwann in rosa Lack-Tütü herumzulaufen. Für mich ist Schwarz=Schwarz. Bisschen Farbe darf sein. BISSCHEN. Nicht mehr.